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  • Heuer gibts Traubensaft

    Alle wissen: seit 4 Jahren heißt’s bei uns Apfelsaft, Apfelsaft, Apfelsaft – aber heuer haben wir uns an ein kleines Experiment gewagt: Traubensaft!

    Simon und Christian sind dafür extra nach Mörbsch gefahren, haben bis 2 Uhr früh Trauben gelesen, gepresst und schließlich abgefüllt. Das Ergebnis? der süßeste & beste Traubensaft ever!

    Schon bald geht’s dann wieder ans traditionelle Apfelsaftmachen – wir freuen uns schon riesig drauf! 🍏

    Falls jemand vorbestellen möchte: einfach per E-mail an hallo@zitadelle-naturschutzverein.at

  • Unser erstes Bienenjahr – zwischen Zittern, Staunen und süßem Honig

    Dieses Jahr war für uns als Zitadelle ein ganz besonderes: Wir haben unsere ersten eigenen Bienen bekommen! Im Mai durften wir das erste Volk bei uns willkommen heißen. Kurz darauf kam sogar noch ein Schwarm dazu – plötzlich hatten wir gleich zwei Völker und damit doppelt so viele Flügel im Garten summen.


    Natürlich läuft bei so einem Start nicht alles perfekt. In einem Volk tauchte bald die Kalkbrut auf, eine Krankheit, die die Brut schwächt und uns einiges Kopfzerbrechen bereitete. Doch wir haben reagiert, die Königin getauscht – und siehe da: Heute sind beide Völker stark, vital und voller Leben.


    Im Moment müssen unsere Bienen noch einen ganz anderen Kampf bestehen: Wespen. Sie sind unermüdlich und versuchen, in die Beuten zu gelangen – doch unsere Völker halten dagegen. Und zwar ziemlich beeindruckend.
    Mittlerweile tummeln sich richtig viele Bienen in beiden Beuten, was uns große Hoffnung für den Winter gibt. Wir füttern fleißig, damit die Mädels genug Vorräte haben, und schauen voller Zuversicht in die kalte Jahreszeit.


    Und obwohl wir dieses Jahr nur wenig Honig ernten konnten – einfach, weil die Bienen erst spät bei uns eingezogen sind – haben wir einen kleinen Schatz im Glas. Der Honig schmeckt köstlich, mit einer leicht zitronigen Note, die uns sofort begeistert hat. Ein Vorgeschmack auf das, was nächstes Jahr möglich sein wird, wenn die Völker von Beginn an dabei sind.
    Wir sind dankbar für all die Erfahrungen, die wir schon im ersten Jahr sammeln durften – vom Zittern beim ersten Volk über das Staunen beim Schwarmfang bis hin zur Freude über die gesunden, starken Völker heute. Und wir freuen uns schon jetzt riesig auf die nächste Saison – und darauf, dass unsere „Goldflügel“ und „Blütenwind“ uns dann vielleicht mit einer ganzen Menge Honig beschenken.

  • Willkommen, Maria! Eine Streuobstwiese für die „Gärten der 1000 Sorten“

    Wir begrüßen Maria als neues unterstützendes Vereinsmitglied – und übernehmen zugleich die Obhut über ihre Streuobstwiese. Wir pflegen die vorhandenen Bäume, schneiden bei Bedarf und pflanzen gefallene Bäume nach. Marias Äpfel fließen heuer in unseren über die Grenzen von Linz Land bekannten Apfelsaft. Ein schöner Schritt für unsere Vereinsziele: Förderung der Biodiversität in Oberösterreich und Erhalt heimischer Sorten innerhalb unseres Projekts „Die Gärten der 1000 Sorten“.

    Warum Marias Wiese so wertvoll ist
    Streuobstwiesen sind kleine Hotspots der Artenvielfalt: Sie verbinden alte Obstsorten, Blühflächen und Strukturen wie Totholz oder Hecken. Genau diese Mischung schafft Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co. Jede Wiese, die wir erhalten, ist ein Puzzleteil für ein robustes Ökosystem in Oberösterreich.

    Das Besondere an Marias Wiese:

    • Alte, standortangepasste Bäume – widerstandsfähig, regional, oft aromareich.
    • Vielfalt im Bestand – unterschiedliche Altersstufen der Bäume sorgen für langfristige Stabilität.
    • Regionale Kreisläufe – die Früchte werden lokal geerntet, verarbeitet und genossen.

    Unser Pflegeplan
    Damit Marias Wiese auch in Zukunft voller Leben brummt, arbeiten wir strukturiert:

    1. Baumcheck & Schnitt
      • Sanfter Erhaltungsschnitt für Vitalität, Licht und Luft in der Krone.
      • Entfernen von Totholz dort, wo es sicherheitsrelevant ist, gleichzeitig Totholzinseln für Insekten erhalten.
    2. Nachpflanzen verlorener Bäume
      • Heimische, robuste Sorten passend zum Standort (Boden, Mikroklima).
      • Mischung aus Obstarten (Apfel, Birne, Zwetschke, Kirsche, Quitte) für Ertragssicherheit und Biodiversität.
    3. Boden & Blühflächen
      • Extensives Mähen 2x/Jahr

    Von der Wiese in die Flasche: Apfelsaft mit Geschichte
    Marias Apfelbäume liefern heuer einen Teil der Ernte für unseren Apfelsaft, der längst über Linz Land hinaus bekannt ist. Warum uns das wichtig ist:

    • Geschmack: Alte Sorten bringen vielschichtige Aromen, die Supermarktäpfel selten bieten.
    • Wertschöpfung vor Ort: Ernte, Verarbeitung und Genuss bleiben in der Region.
    • Bildung & Bewusstsein: Jede Flasche erzählt die Geschichte von Pflege, Vielfalt und Landschaftsschutz.

    Beitrag zu unseren Vereinszielen
    Mit Marias Wiese machen wir konkrete Fortschritte:

    • Förderung der Biodiversität in Oberösterreich: Mehr Lebensraum, mehr Blüte, mehr Insekten.
    • Erhalt heimischer Sorten: Nachpflanzungen nähren die „Gärten der 1000 Sorten“.
    • Klimafitte Landschaft: Tiefwurzelnde Hochstämme, humusreicher Boden, schattenspendende Kronen – gut gegen Hitze und Trockenheit.

    Mitmachen!
    Du hast selbst eine Streuobstwiese, alte Obstbäume, oder willst als unterstützendes Mitglied teil werden? 

    Schreib gerne eine Email an: hallo@zitadelle-naturschutzverein.at

    Danke, Maria, für dein Vertrauen. Willkommen in der Zitadelle – gemeinsam lassen wir die „Gärten der 1000 Sorten“ wachsen!

  • Der Sturm von Kematen – warum Nachpflanzen jetzt zählt

    Was passiert ist:
    Diesen Sommer fegte ein heftiger Sturm über Kematen und riss zwei uralte Kirschbäume zu Boden. Chris und sein Papa waren tagelang im Einsatz: sägen, spalten, aufräumen. Das Holz wird das Haus für mehrere Winter wärmen – ein sinnvoller Kreislauf. Und doch macht der Verlust klar: Unsere Arbeit ist wichtiger denn je.

    Vom Einzelfall zum Weckruf
    Jeder umgestürzte Baum ist mehr als Holz:

    • Lebensraumverlust für Vögel, Insekten und Pilze.
    • Weniger Schatten, weniger Kühlung an Hitzetagen.
    • Weniger Blüte für Bestäuber, weniger Früchte für Mensch und Tier.

    Stürme, Dürre, Spätfrost – die Klimakrise macht Bestände verletzlicher. Umso wichtiger ist das gezielte Nachpflanzen von heimischen Obstbäumen.

    Warum Nachpflanzen – und warum heimisch?
    Heimische, standortangepasste Obstsorten sind ein Schlüssel zur Resilienz:

    • Bessere Anpassung an lokale Böden und Wetterextreme.
    • Stabile Erträge durch Sorten- und Artenmix (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschke, Quitte, Mispel).
    • Mehr Biodiversität: Blüten für Wildbienen, Früchte für Vögel und Kleinsäuger, Struktur für Nützlinge.
    • Klimanutzen: Bäume speichern Kohlenstoff, beschatten Boden, mindern Verdunstung und puffern Hitze.
    • Kulturelles Erbe: Alte Sorten bewahren Geschmack, Geschichte und Wissen.

    Unser Weg nach dem Sturm

    Der Verlust der beiden Kirschriesen ist schmerzhaft. Aber er gibt uns auch die Chance, Neues zu pflanzen. Wir werden auf der Fläche verschiedene Obstsorten setzen, damit wieder Vielfalt entsteht – Vielfalt, die Stürme besser verkraftet, die für reichlich Blüte sorgt und die kommenden Generationen erfreut. So wächst aus dem Ende zweier Bäume der Anfang vieler neuer.

    Unser Ziel bleibt
    Als Zitadelle arbeiten wir daran, die Biodiversität in Oberösterreich zu fördern und heimische Sorten nachzupflanzen. Jeder neu gesetzte Hochstamm bringt uns unserem Projekt „Die Gärten der 1000 Sorten“ näher. Der Sturm erinnert uns daran, wie wichtig diese Arbeit ist – und wie sehr wir alle von lebendigen Streuobstwiesen profitieren.

    Mach mit! Ob mit einer Baumpartenschaft oder als unterstützendes Mitglied, dein Beitrag kann uns unserem Ziel näher bringen.

  • Baumpflanzaktion 24

    Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite, als unser Verein 28 neue Obstbaumsetzlinge in verschiedenen Schutzgebieten pflanzte. Oktober ist besonders gut geeignet, da der Boden noch warm ist und die Bäume vor dem Winter Zeit haben, erste Wurzeln zu bilden. Die Aktion ist Teil unseres langfristigen Projekts „Die Gärten der 1000 Sorten“, um die Artenvielfalt und den Erhalt von Streuobstwiesen zu fördern. Besonders im Fokus standen alte Apfel- und Birnensorten wie der „Rote Berlepsch“, „IDARED“ und die „Gellerts Butterbirne“, die in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten sind, aber für ihre Robustheit und ihren einzigartigen Geschmack geschätzt werden.

    In den kommenden Jahren wird der Verein die jungen Bäume sorgfältig pflegen, um deren gesundes Wachstum sicherzustellen.

    Die gepflanzten Obstbäume werden nicht nur zur Erhaltung alter Sorten beitragen, sondern auch Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten und Vögel bieten. Zudem spielen Bäume eine entscheidende Rolle im Klimaschutz, da sie durch Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und in ihrer Biomasse speichern. Ein ausgewachsener Obstbaum kann jährlich etwa 10 bis 20 Kilogramm CO2 binden. Somit werden die neu gepflanzten Setzlinge im Laufe ihres Lebenszyklus mehrere Tonnen CO2 der Atmosphäre entziehen, was einen nachhaltigen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen darstellt.

  • Ernte gut, alles Gut.

    An den letzten Wochenenden war es endlich so weit: Gemeinsam haben wir die Obsternte auf unseren betreuten Flächen erfolgreich abgeschlossen. Mit viel Einsatz und Teamgeist haben wir die Äpfel gewaschen, gemaischt, gepresst, gefiltert, pasteurisiert und schließlich in Flaschen abgefüllt.

    Dank technischer Verbesserungen konnten wir unsere Prozesse im Vergleich zum Vorjahr deutlich optimieren. Die Investition in Edelstahltanks und einen lebensmittelechten Maischetrog hat sich ausgezahlt – unser Apfelsaft erreicht nun eine noch höhere Qualität.

    Ein besonderer Dank gilt Frau Pellegrini, die uns großzügig ihre neuwertige Obstpresse zur Verfügung gestellt hat. Ohne solche Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich.

    Unter dem Motto „Schluck für Schluck die Natur schützen“, können unsere unterstützenden Mitglieder den frisch gepressten Apfelsaft zum Unkostenpreis erwerben.

    In der folgenden Fotoreihe nehmen wir euch mit auf die Reise von der Ernte bis zur Abfüllung – schaut rein und erlebt den gesamten Prozess mit uns!

  • Die große Mistelbefreiung

    Wenn der Mistel nicht Einhalt geboten wird, kann diese in wenigen Jahren vor allem Apfelbäume dermaßen schwächen, dass die Bäume daran sterben. Wir helfen den alten Bäumen durch radikalen Rückschnitt wieder an Vitalität zu gewinnen. Ist der Befall zu groß, hilft leider nur noch die Entfernung. Wird dies nämlich nicht gemacht, ist die gesamte Streuobstwiese gefährdet.

  • Neue Fläche in Obhut des Vereins

    Wir haben uns entschieden, eine Streuobstwiese in Schiedlberg in unsere Obhut zu nehmen. Mit ca. 7000m² ist es die perfekte Vereinswiese. Zukünftig sollen hier über 70 alte Obstbäume ihren Platz finden.

    Der Verein bedankt sich bei unseren Mitgliedern Peter und Gisella Greiner für die Übergabe der Fläche an den Verein.

  • Baumpflanzaktion 23

    Bereits im Herbst 2023 haben wir damit begonnen, unsere Streuobstwiesen zukunftssicher zu machen. In gemeinsamer Arbeit haben wir über zehn verschiedene Obstbäume gepflanzt – eine Investition in die Artenvielfalt und die Nachhaltigkeit unserer Flächen.

    Noch sind die jungen Bäume klein, doch mit der richtigen Pflege und etwas Geduld werden sie in ein paar Jahren hoffentlich reiche Erträge liefern. Jede Neupflanzung ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt alter Obstsorten und zur Förderung der Biodiversität.